FSC®
Forest Stewardship Council
Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine unabhängige, internationale Non-Profit-Organisation mit dem Ziel, verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung weltweit zu fördern.
Das FSC-System verbindet ökologische, soziale und ökonomische Anforderungen und stellt sicher, dass Wälder so bewirtschaftet werden, dass sie den Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen gerecht werden.
Produkte mit FSC-Label stehen für:
- Legalität
- Schutz von Biodiversität und Ökosystemen
- Wahrung von Arbeitnehmer- und indigenen Rechten
- Transparente und kontrollierte Lieferketten
- Rückverfolgbarkeit vom Wald bis zum Endprodukt
Das Umweltbundesamt bewertet FSC als besonders anspruchsvolles Waldzertifizierungssystem.
FSC-Produktkettenzertifizierung (Chain of Custody)
Holz- und Papierprodukte durchlaufen häufig zahlreiche Handels- und Verarbeitungsstufen – vom Forstbetrieb über Sägewerk, Produktion und Handel bis zum Endkunden.
Die sogenannte Chain of Custody (CoC) stellt sicher, dass zertifiziertes Material entlang dieser gesamten Lieferkette getrennt geführt, korrekt bilanziert und eindeutig gekennzeichnet wird.
Die Einhaltung der Anforderungen wird durch akkreditierte Zertifizierungsstellen überprüft.
Rechtsgrundlage bilden öffentlich zugängliche FSC-Standards, u. a.:
- FSC-STD-40-004 (Chain of Custody)
- FSC-STD-40-003 (Multi-Site-Zertifizierung)
- FSC-STD-50-001 (Warenzeichenverwendung)
Eine gültige FSC-CoC-Zertifizierung garantiert die glaubwürdige Weitergabe des Zertifizierungsstatus entlang der Lieferkette.
PEFC
Programme for the Endorsement of Forest Certification
PEFC ist ein weltweit anerkanntes System zur Sicherstellung nachhaltiger Waldbewirtschaftung.
Das System basiert auf national entwickelten Standards, die international anerkannt werden.
Holz und Holzprodukte mit PEFC-Zeichen stammen nachweislich aus:
- legaler und nachhaltiger Forstwirtschaft
- kontrollierten Lieferketten
- dokumentierten Materialflüssen
Auch hier erfolgt die Absicherung über eine Produktkettenzertifizierung (Chain of Custody).
EUTR / EUDR
EU Timber Regulation (EUTR)
Die EU-Holzhandelsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 995/2010) gilt seit März 2013.
Sie verbietet das Inverkehrbringen von illegal eingeschlagenem Holz und verpflichtet Marktteilnehmer zur Anwendung eines Sorgfaltspflichtsystems (Due Diligence System – DDS).
Das DDS umfasst drei Kernelemente:
- Informationsbeschaffung
- Risikobewertung
- Risikominderung
Die EUTR wird schrittweise durch die EUDR abgelöst.
EU Deforestation Regulation (EUDR)
Die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Produkte (EUDR) erweitert die bisherigen Anforderungen deutlich.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass bestimmte Rohstoffe und Erzeugnisse nur dann auf dem EU-Markt bereitgestellt oder exportiert werden dürfen, wenn sie:
- entwaldungsfrei sind
- legal erzeugt wurden
- einer vollständigen Rückverfolgbarkeit bis zur Fläche unterliegen
Betroffen sind u. a.:
- Holz
- Papier
- Palmöl
- Soja
- Kakao
- Kaffee
- Rindfleisch
- Kautschuk
Kernanforderungen der EUDR:
- Geolokalisierung der Produktionsflächen
- Abgabe einer elektronischen Sorgfaltspflichterklärung im EU-Informationssystem
- Risikobewertung unter Berücksichtigung des EU-Länderbenchmarks
- Dokumentierte Risikominderungsmaßnahmen
- Interne Compliance- und Berichtspflichten
Die EUDR stellt damit einen Paradigmenwechsel dar. Von der reinen Legalitätsprüfung (EUTR) hin zur verpflichtenden Entwaldungsfreiheit und vollständigen Flächenrückverfolgbarkeit.
Unsere Unterstützung
Wir begleiten Unternehmen bei:
- Aufbau und Optimierung von Due-Diligence-Systemen
- Integration von FSC®, PEFC und EUDR-Anforderungen
- Risikoanalysen und Lieferketten-Mapping
- Multi-Site- und Konzernstrukturen
- Auditvorbereitung und Behördenkommunikation
Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie strukturiert, praxisnah und prüfungssicher.